Die Technopolis Group wurde zur Leitung eines Konsortiums ausgewählt, das die Generaldirektion Steuern und Zollunion (DG TAXUD) der Europäischen Kommission bei der Entwicklung einer Methodik zur Festlegung jährlicher Standard-CO₂-Preise im Rahmen des Carbon Border Adjustment Mechanism (CBAM) unterstützt.
Gemeinsam mit SQ Consult, adelphi und Viegand Maagøe wird das Konsortium die Europäische Kommission dabei unterstützen, einen robusten, transparenten und praxisnahen Ansatz für die Berechnung von Standard-CO₂-Preis im Rahmen der CBAM-Gesetzgebung der EU zu entwickeln. Diese Standardwerte sollen die bereits in Drittländern tatsächlich gezahlten CO₂-Preise widerspiegeln. Importeure CO₂-intensiver Güter wie Stahl, Aluminium und Zement, für deren Herstellung bereits ein CO₂-Preis gezahlt wurde, müssen entsprechend weniger CBAM-Zertifikate abgeben. Die Arbeiten werden alle Staaten und Rechtsordnungen umfassen, die CO₂-Bepreisungssysteme anwenden und potenziell für eine Anerkennung im Rahmen von CBAM infrage kommen.
Das Konsortium wird im Rahmen des Projektes ein umfassendes globales Verzeichnis von CO₂-Bepreisungssystemen, darunter Emissionshandelssysteme und CO₂-Steuern, aktualisieren und erweitern. Diese Instrumente werden anhand relevanter Eignungskriterien bewertet, um die Umsetzung von CBAM durch die Europäische Kommission zu unterstützen.
Ein zentraler Bestandteil des Auftrags ist die Erhebung und Validierung von Daten zur CO₂-Bepreisung in Drittländern. Darüber hinaus wird das Konsortium ein spezielles CBAM Carbon Price Assessment Tool entwickeln, das eine transparente und reproduzierbare Grundlage für zukünftige Aktualisierungen und Bewertungen schaffen soll.
Zu den Projektergebnissen gehören jährliche Schätzungen von Standard-CO₂-Preisen für die Jahre 2026 bis 2028. Diese Ergebnisse tragen zur weiteren Umsetzung und Wirksamkeit von CBAM bei, indem sie eine faire Behandlung importierter Güter unterstützen und gleichzeitig die Klimaziele der Europäischen Union fördern.
In diesem Projekt bündeln Technopolis und die Partner ihre umfassende Expertise in den Bereichen CO₂-Bepreisung, Emissionshandelssysteme, Klimapolitik und wirtschaftliche Analyse, um eine evidenzbasierte Politikgestaltung auf europäischer Ebene zu unterstützen.